Eine Begegnung mit Doris

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  • Bei meinem letzten Arztbesuch begegnete ich Doris, der Frau, die schon länger auf die Transplantation einer Lunge wartet und für deren Heilung wir schon häufiger gebetet haben. Sie atmete schwer. Unsicherheit und Angst spiegelten sich in ihren Augen. Lange Zeit ging es ihr besser, aber im Moment hat sie keine gute Zeit. Keine Luft zu bekommen stellt für alle Menschen eine große Bedrohung dar, denn ohne Sauerstoff kann der Mensch nicht leben. In dieser Situation bestimmt die Angst zu ersticken, die Angst vor dem Tod das Dasein, die nahezu jeden Menschen auf der Erde, früher oder später einmal heimsucht.

    Wir leben in einer dualistisch geprägten Welt, im Spannungsfeld zwischen Gut und Böse, Licht und Dunkelheit, Liebe und Angst, wobei die Angst der Gegenpol zur Liebe ist. Darin sind sich viele spirituelle Quellen, Religionen und heilige Lehren einig. Und auch darin, das geistiges Wachstum dem Menschen dabei helfen kann, das Gefühl der Angst in ein Gefühl der Liebe zu kehren. Dabei spielt vor allem die Atmung eine große und wichtige Rolle. Nicht nur auf physischer Ebene auch in spiritueller Hinsicht. Der hebräische Ausdruck für „Atem“ ist „Ruach“. Dieses Wort wird an bestimmten Stellen im Alten Testament mit „Geist“ übersetzt. Der griechische Begriff für Atem, „Pneuma“ sorgt im Neuen Testament für eine weitere Differenzierung und erscheint in der Übersetzung als „Heiliger Geist“. Der Heilige Geist kommt in Form einer Taube und schafft die Verbindung von außen nach innen, zu unserem wahren Selbst, zu unserem göttlichen Ursprung und zur göttlichen Liebe. Mit seiner Hilfe können wir uns von der Endlichkeit des Todes in die Unendlichkeit des ewigen Lebens befreien. Wir atmen die göttliche Liebe und Weisheit mithilfe von Ruach, dem göttlichen Atem, der göttlichen Taube.

    Nun verbinde ich mich gedanklich mit Doris, stellvertretend für alle Menschen, die ähnliche Atemprobleme haben wie sie und atme nun ganz bewusst, drei Sekunden ein und fünf Sekunden wieder aus. Dann rufe ich aus der Sphäre der Unendlichkeit das göttliche Lebenselixier Ruach zu uns, das Trost spendet und Verbindung schafft mit dem Geist der Wahrheit, mit dem Geist der Unendlichkeit, mit dem Geist des göttlichen Vaters. Wir spüren Ruach in unseren Herzen. Wir spüren die Anwesenheit der göttlichen Taube Shekinah. Wir atmen weiter, immer im gleichen Rhythmus, 3 Sec. ein, 5 Sec. aus.

    Und während wir weiter ein- und ausatmen sprechen wir 12 x Ruach Ahavah JHWH
    Amen, Amen, Amen, Amen
    Der Mensch fürchtet die Zeit, die Zeit fürchtet die Pyramiden

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