Artikel mit dem Tag „Sonnenwende“

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  • Abschließend bleiben noch zwei Fragen, die aus dem vorangegangenen Texten "Koy Krylgangan Kala und seine stellare Ausrichtung auf Fomalhaut Teil 1 -3 erwachsen.

    1. Welche Rolle spielt das Sternbild Südfisch und wurde es als 13. Tierkreiszeichen angesehen?

    2. Was bedeutet die Geometrie der zwei Linien im Kreis des Zodiaks zur Wintersonnenwende?

    Zu der ersten Frage ist anzumerken, dass Ptolemäus den Südfisch nicht zu den zwölf Zodiaken zählte. Auch geht aus seinen Texten nicht hervor, ob er zum Sternzeichen Wassermann oder Fisch gerechnet wurde. Lediglich die Beschreibung der Geste des Wassermanns, das Ausgießen des Wassers in das Maul des Südfisches, schafft eine Verbindung, die auch auf alten Zeichnungen der Tierkreiszeichen abgebildet wird.
    Wenn es aber zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende zu einer Fokussierung auf den Stern Fomalhaut kommt, erscheint der Südfisch wie ein kosmisches Tor zwischen den Sternbildern Fische und Wassermann. Zeitlich gesehen ist ein Weg zu erkennen, der…
  • Neben den genannten polaren Erscheinungen am Himmel erkannten die Priesterwissenschaftler geometrische Zeichen, die aus den Winkeln im Kreis des Zodiak entstanden. Diese Figuren waren für sie Harmonisch oder Disharmonisch:

    180° 2 x 6 Sternzeichen - gerade Linie - Disharmonisch


    120° 3 x 4 Sternzeichen - gleichseitiges Dreieck - Harmonisch


    90° 4 x 3 Sternzeichen - Quadrat - Disharmonisch


    60° 6 x 2 Sternzeichen - Sechseck - Harmonisch

    Mit diesen Angaben ist es nun möglich, ein Bild von den energetischen wie geometrischen Veränderungen, die unter polaren Gesichtspunkten beurteilt wurden, zu entwerfen. Das macht die Wandlung der Sternenorientierung zur Wintersonnenwende transparenter.




    1.Die alte Sternenzuordnung der Wintersonnenwende:
    Spica befindet sich im Sternbild Jungfrau und liegt neben Regulus im Bild des Löwen

    2.Die neue Sternenzuordnung der Wintersonnenwende:
    Fomalhaut befindet sich im Sternbild Südfisch. Es entsteht eine Opposition zu Regulus.

    Das führt im…
  • Um den Grund für die Neuorientierung der Priester zu erforschen, ist eine historische Quelle hilfreich, die das Wissen der Antike über die Sterne offenbart. Der griechische Astronom und Mathematiker Claudius Ptolemäus (100 - 178 n Chr.) hatte versucht mit seinem Grundlagenwerk der Astrologie, dem Tetra Biblios, das gesamte überlieferte Wissen seiner Zeit hinsichtlich der Sterne und Planeten zusammenzufassen. Man kann davon ausgehen, dass ferner die Erkenntnisse der alten Babylonier, mit denen auch die Priesterwissenschaftler von Koy Krylgan Kala gearbeitet hatten, in diese Bücher eingeflossen sind. In seinem ersten Buch des vierbändigen Werks beschreibt C. Ptolemäus die energetische Kraft der Planeten, der Sterne des Zodiak, sowie anderer Fixsterne. Zudem waren Geometrien, die durch bestimmte Zuordnungen im Kreis des Zodiak entstehen, von mathematischer Bedeutung.

    Grundsätzlich unterschied Ptolemäus vier Energieformen:

    zwei befruchtende und belebende, warmer und feuchter Natur
  • Am heutigen Tage feiern wir im Schöpfungskalender die herbstliche Tag und Nachtgleiche. Es ist eine von vier Sonnenwenden im Jahr, die in der Astronomie immer schon eine wichtige Rolle gespielt haben. Bei den Babyloniern waren die Sonnenwenden mit vier Sternen, den sogenannten "vier Königlichen" verbunden.
    Auf der Reise nach Usbekistan 2007 haben wir dort den Sternentempel Koy Krylgan Kala gefunden, der auf eines der vier Königlichen ausgerichtet ist, was den Forschergeist anregte, um tiefer in die Bedeutung zu gehen. Davon möchte ich nun berichten.

    Koy Krylgan Kala und seine stellare Ausrichtung auf Fomalhaut


    Südlich des Aralsees im sogenannten Choresm, im heutigen Usbekistan liegt die antike Rundanlage Koy Krylgan Kala. Die Archäologen halten sie für einen Sternentempel, der auf den Stern Fomalhaut im Sternzeichen Südfisch ausgerichtet ist. Von der großen Pyramide von Gizeh weiß man, dass ihre Sternenschächte auf Orion und Ursa Major weisen, während die Kulkulkan-Pyramide…