Pistis Sophia - Glaube-Weisheit

  • Die Pistis Sophia (übersetzt aus dem griechischen Pistis =gr. πίστις: „Glaube“, und Sophia= σοφία: „Weisheit) ist eine authentische Schriftrolle, die vor allem bei den frühen koptischen Christen sehr beliebt war. Im Ägypten des 2. Jhd. n. Chr. wurde sie als ein besonderer heiliger Text betrachtet. Aus unbekannten Gründen schloss die Kirche diese großartige Lektüre später als Hintergrundliteratur für ihre Lehren wieder aus, sodass sie alsbald in Vergessenheit geriet.


    Die Pistis Sophia gewährt tiefe Einblicke in das Wirken und die Lehren Jesus Christus. Noch insgesamt 11 Jahre nach seiner Auferstehung soll er seine Jünger belehrt haben. Können wir das wirklich glauben?

  • Noch insgesamt 11 Jahre nach seiner Auferstehung soll er seine Jünger belehrt haben. Können wir das wirklich glauben?


    Für mich ist der Glaube an die Aussage, das Jesus Christus seine Jünger noch weitere 11 Jahre nach der Auferstehung belehrt hat, eng an den Glauben der Auferstehung überhaupt verbunden. Das neue Testament selbst berichtet von Begegnungen der Jünger mit dem Auferstandenen. Den Aussagen des neuen Testamentes glaube ich. Liest man die Evangelien, hat man den Eindruck von einer viel kürzeren Zeit des Erscheinens des Auferstandenen unter den Jüngern. Die 11 Jahre der Pistis Sophia hingegen sind sehr lang. Vielleicht steht der Zeitraum für eine ganz andere Aussage, die mit denken in linearer Zeit nicht verstanden werden kann.

  • Vielleicht steht der Zeitraum für eine ganz andere Aussage, die mit denken in linearer Zeit nicht verstanden werden kann.

    Wenn es nicht um 11 Jahre als lineare Zeit geht, kommt mir die Zahl 11 im Zusammenhang mit den 12 Jüngern Jesu in den Sinn. Nach der Auferstehung sind es nur noch 11, da Judas nicht mehr lebt. Vielleicht wird durch die Zahl 11 eine besondere Situation beschrieben. Der Mensch hat zum Beispiel 12 Meridiane. Wenn Einer fehlt entsteht eine neue Situation. Sollten die Jünger lernen mit 11 Meridianen zu arbeiten, damit der 12. wieder aktiviert wird ?

  • Sollten die Jünger lernen mit 11 Meridianen zu arbeiten, damit der 12. wieder aktiviert wird ?


    In der Pistis Sophia unterstreicht Jesus seine Aussagen mit den Worten " Wer Ohren hat der höre". Neben den menschlichen Ohren sind alle 12 Meridiane als Akupunktur-Punkte vorhanden. Wenn Jesus also zum Zuhören auffordert, mein er vielleicht auch das Hören auf die 12 Meridiane. Orthodoxe Juden tragen zum Beispiel neben den Ohren kleine Zöpfe. Ich glaube, das es eine Form der Kommunikation mit dem Auferstandenen war und ist. Das macht die Pistis Sophia um so wertvoller.