Franziskus von Assisi - eine Synthese aller Essenerbrüder ?

  • Franziskus von Assisi gilt als einer der außergewöhnlichsten Persönlichkeiten der Menschheitsgeschichte. Seine Lebensgeschichte berührt viele Menschen zutiefst bis zum heutigen Tag. Sein Leben war bestimmt von Enthaltsamkeit und Armut und in Ausrichtung auf Gott und seine Schöpfung. Mit einzigartiger Ausdauer und Freude lebte und handelte er nach dem Evangelium von Jesus Christus und ging entsprechend seines Vorbildes als Wanderprediger auf Reisen. Er besuchte Dalmatien, Spanien und Südfrankreich und hinterließ im Zuge dessen, bereits zu seinen Lebzeiten, zahlreiche Klöster. Er lebte in Wäldern oder in Klöstern und liebte alle Pflanzen, die Blumen und vor allem die Tiere, mit denen er sprechen konnte. Kurz vor seinem Tod, im Jahre 1226, schrieb er noch eine Lobpreisung, in der er alle Menschen dazu aufforderte die Schöpfung mit all seinen Wesen zu lieben!


    In seinem Buch "Das geheime Evangelium der Essener" beschreibt Dr. E. Bordeaux Székely ihn mit den Worten:" "Franziskus musste nicht nach heiligen Schriftrollen suchen; das Wort Gottes war in seinem Herzen eingraviert. Er war die spirituelle Inkarnation derjenigen, die die Schriftrollen verfassten, eine Synthese aller Essenerbrüder."

  • Es taucht bereits einige Male aus dem menschlichen Bewusstsein die Informationen auf, dass Franziskus und Johannes der Täufer auf dem Niveau der Seele verwandt sind. Anders ausgedrückt, diese zwei ausgezeichneten Persönlichkeiten tragen dasselbe Seelenmuster, wenn man das so ausdrücken darf?

  • Wir kennen die verschiedenen Engelorden, wobei jeder Orden eine gezielte Aufgabe hat und die einzelnen Wesen energetisch miteinander verbunden sind. So jedenfalls stelle ich mir ihre gegenseitige Verbundenheit vor. Wenn jeder Orden energetisch anders aufgestellt ist, könnte man vielleicht auch sagen Franziskus und Johannes gehören energetisch zu der gleichen Seelenfamilie und repräsentieren dieselbe Schwingungsenergie :!: :?:

  • Franz von Assisi wird oft der letzte Essener genannt. Unser Anliegen ist es die Essener Traditionen gut und tiefgründig zu erforschen, um diese wunderbare Lehre in der heutigen Zeit richtig verwenden zu können. Dafür kann uns das Leben von Franziskus und seiner Brüder viele Anstöße geben.
    Auch bezeichnen ihn viele Schriftsteller, sogar einige aus der religiösen Branche, als den letzten wahren Christ. :)

  • Der Sonnengesang ist der bekannteste Text des heiligen Franziskus. Er ist eine Hymne auf Gottes Schöpfung, wo alles mit allem brüderlich/schwesterlich verbunden ist und fordert uns dazu auf unserem Schöpfer in Demut zu dienen. Franziskus von Assisi schrieb ihn als er selbst bereits sehr krank war. Székely, der sich jahrelang mit Schriften aus dem geheimen Archiv des Vatikans beschäftigt und sie teilweise übersetzt hat, bezeichnet den Lobgesang der Sonne und das Evangelium der Essener in ihrem Wesen als identisch.


    Der Sonnengesang


    Höchster, allmächtiger, guter Herr,
    dein sind der Lobpreis, die Herrlichkeit und Ehre
    und jeglicher Segen.
    Dir allein, Höchster, gebühren sie,
    und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen.


    Gelobt seist du, mein Herr,
    mit allen deinen Geschöpfen,
    zumal dem Herrn Bruder Sonne;
    er ist der Tag, und du spendest uns das Licht durch ihn.
    Und schön ist er und strahlend in großem Glanz,
    dein Sinnbild, o Höchster.


    Gelobt seist du, mein Herr,
    durch Schwester Mond und die Sterne;
    am Himmel hast du sie gebildet,
    hell leuchtend und kostbar und schön.


    Gelobt seist du, mein Herr,
    durch Bruder Wind und durch Luft und Wolken
    und heiteren Himmel und jegliches Wetter,
    durch das du deinen Geschöpfen den Unterhalt gibst.


    Gelobt seist du, mein Herr,
    durch Schwester Wasser,
    gar nützlich ist es und demütig und kostbar und keusch.


    Gelobt seist du, mein Herr,
    durch Bruder Feuer,
    durch das du die Nacht erleuchtest;
    und schön ist es und liebenswürdig und kraftvoll und stark.


    Gelobt seist du, mein Herr,
    durch unsere Schwester, Mutter Erde,
    die uns ernährt und lenkt
    und vielfältige Früchte hervorbringt
    und bunte Blumen und Kräuter.


    Gelobt seist du, mein Herr,
    durch jene, die verzeihen um deiner Liebe willen
    und Krankheit ertragen und Drangsal.
    Selig jene, die solches ertragen in Frieden,
    denn von dir, Höchster, werden sie gekrönt werden.


    Gelobt seist du, mein Herr,
    durch unsere Schwester, den leiblichen Tod;
    ihm kann kein Mensch lebend entrinnen.
    Wehe jenen, die in schwerer Sünde sterben.
    Selig jene, die sich in deinem heiligsten Willen finden,
    denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.


    Lobt und preist meinen Herrn
    und sagt ihm Dank und dient ihm mit großer Demut.

  • Franziskus - ein junger Mann, reich, angesehen, der sein Leben in seiner Zeit voll ausleben könnte. Doch schaut er in das Innerste seines Elternhausen und sieht einen heftigen Kontrast zu seiner gewohnten außen Welt - ein Bild der Armut, Krankheit und Ausweglosigkeit. Es folgt eine Transformation des Geistes.


    Diese Situation errinerte mcih an das Menschliche Herz. außen scheint für jeden von uns die Sonne, und innen, an tiefster Stelle des Herzens? Ja, wie Atlas schreibt brauchte er für seine Transformation keine Schriften, denn erfüllt von Gott, sah er auf einmal die Welt mit den Augen seines Herzens voll Mitgefühl und grenzenlose Liebe und in jedem notleidenden Mitmenschen den Bruder und Gottes Antlitz.


    Durch sein Herz hat er den Schlüssel zur Ewigkeit gefunden und die Trennung überwunden. Seine Regel war einfach, den Lehren von Jesus Christus zu folgen und seinen Dienst weiter zu tun. Dadurch wurde er zum Licht für die Menschen seiner Zeit.

  • Ein Teil aus dem gebet vom Hl. Franziskus:
    " ... O Meister, hilf mir, dass ich nicht danach verlange:
    Getröstet zu werden, sondern zu trösten.
    Verstanden zu werden, sondern zu verstehen.
    Geliebt zu werden, sondern zu lieben. ..."

    Wisse, daß das, was eine Form besitzt, nicht real ist und daß das Formlose real ist! Asthavakra-Gita

  • Wenn einer seiner Mitbrüder eine traurige und ärgerliche Stimmung hatte sagte Franziskus:


    Wenn der Knecht Gottes die innere und äußere Heiterkeit des Gemütes zu bewahren strebt, jene Fröhlichkeit, die aus der Reinheit des Herzens und aus dem inneren Gebetsgeist kommt, so können die bösen Geister einem solchen nichts anhaben; sie werden bekennen müssen: (die bösen Geister)
    Seit dieser Knecht Gottes in guten und bösen Tagen so heiter ist, können wir gar keinen Zugang mehr bei ihm finden und ihm nicht schaden! Ein Triumpf aber ist es für den Teufel, wenn sie jene innerliche Fröhlichkeit, die von dem reinen Gebet und rechtem Schaffen des Menschen kommt, auslöschen oder wenigstens schwächen können.


    Aus dem Spiegel der Vollkommenheit