Das Hohelied der Liebe

  • Im 1. Brief an die Korinther wird die Kraft der Liebe betont. Zu Beginn des 13. Kapitels steht geschrieben "Ich zeige euch jetzt noch einen anderen Weg, einen, der alles übersteigt und In Vers 13 heißt es weiter:"Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe".


    Warum betont der Apostel Paulus hier so stark die Liebe? Und was ist mit Glaube und Hoffnung? Was bedeutet das im Kontext mit unserer Arbeit?

  • Ich denke das Paulus die Liebe so besonders betont liegt daran, das wir die Liebe fühlen können. Glaube und Hoffnung sind eng mit dem Denken verbunden. Zum Denken soll noch das Fühlen hinzukommen. Es ist komisch, den ganzen Morgen habe ich darüber nachgedacht wie ich es beurteilen kann ob ich noch auf der richtigen, der göttlichen Gedankenebene bin. Es ist die Liebe. Wenn ich die Energie in meinem Herzen spüre, das Feuer Jahweh`s, dann ist er da.

  • Ich denke mit der Liebe auf dem Planeten Erde ist ziemlich kompliziert. Weil in dem physischen Körper das Gefühl der Liebe von Hormonen-Enzymen gesteuert wird. Ja, selbstverständlich können wir alles erdenkliches für uns erklären.
    Ich glaube wir sollen-müssen die Liebe immer nachprüfen, vielleicht mit den anderen Gefühlen. Wie meint ihr, mit welchen könnte es möglich sein?

  • Du gibst eine gute Idee bei Spannung in Überselbst gehen und dann, wenn Entspannung kommt, sich oder etwas prüfen. Du weißt siecher in Überselbst immer verweilen ist es noch viel besser; immer da, immer großer Überblick.
    Und trotzdem - wie können wir eine Anwesenheit der Liebe in uns prüfen? Es klingt etwas ungewöhnlich - Liebe zu prüfen - aber das ist das menschliche Problem, alle sprechen über Liebe und sehr weniger denken daran was ist die Liebe, wie kann ich wissen, ob ich sie habe.??

  • Vielleicht ist es das Gefühl der Angst. Ist es nicht die Angst, die uns Menschen krank macht? Kann nicht letztlich alles Leiden auf die Angst vor dem Tod zurückgeführt werden, ob es uns nun bewusst ist oder nicht? Hildegard von Bingen hat zu diesem Thema einmal einen sehr schönen Satz gesagt. Sie sagte: "Die Liebe vernichtet alles Böse und macht frei von aller Angst"


    Ich denke, nur wenn wir keine Angst mehr empfinden, können wir vielleicht sagen, dass wir die "wahre, göttliche" Liebe in uns verwirklicht haben.

  • Solange ich noch einen Unterschied empfinde zwischen Selbst und Überselbst bin ich noch nicht in der Liebe. Ich habe die Einheit noch nicht erreicht. Vielleicht ist das Gefühl der Einheit von Selbst und Überselbst die Einheit mit dem Göttlichen, ist Liebe, weil Gott ist Liebe. Alles andere ist vielleicht, wie Atlas sagt, Angst. Ich bin so dankbar, das wir über dieses Thema sprechen.

  • Das Gefühl von Liebe, die in diesem Falle eine bedingungslose Liebe sein soll, kann sich auf verschiedenste Weise darstellen. Es muss nicht immer das warme strömende Gefühl sein wie es z.B. auftritt bei einem Menschen, der eine gute Tat verübt oder beim Anblick eines hilflosen Kindes, dem man sofort alles erdenkliche zukommen lässt. Man könnte es auch als „Gefühlsduselei“ bezeichnen. Für mich kann auch eine gewisse „Ignoranz“ oder nennen wir es „Kälte“ gegenüber einer emotionalen Welle ein Zeichen von Liebe sein, nämlich dann wenn es von Unterscheidungsvermögen begleitet wird. Überhaupt stellt der Faktor der Unterscheidung einen wichtigen Aspekt dar. Dadurch das ich lerne zu unterscheiden, festige ich sowohl meinen Glauben als auch eine andere Art von Liebe. Ich werde in der Lage sein, meine Mitmenschen nicht für mein Tun und Handeln verantwortlich zu machen; ich kann ihrer Unwissenheit mit meiner Liebe entgegen treten, getreu dem Satz: „denn sie wissen nicht was sie tun.“ Und sie wissen auch nicht, welchen Manipulationen sie unterliegen. Die Menschen trotz ihres Handelns zu lieben, egal wie sich verhalten haben, stellt uns auf die Probe und zählt meiner Meinung bereits zu den höheren Experimenten der höheren Welten. Unser Planet befindet sich in einer Testzone und gibt uns falsche Strukturen von Liebe vor. Begeben wir uns mit dieser Erkenntnis ins Überselbst so gehen wir der göttlichen Liebe ein Stück entgegen, auch wenn es sich manchmal „hart“ anfühlt, harte Entscheidungen getroffen werden müssen oder unser Tun auf Unverständnis bei den Mitmenschen stößt.
    Indem die oben genannte gute Tat zu einer Selbstverständlichkeit wird, ohne dafür einen Gedanke zu verschwenden, ohne das man auf einen Zuspruch seitens anderer wartet, ohne das man auch nur ein einziges Mal daran denkt, ein „Dankeschön“ zu erhalten, haben wir sicherlich einen 1. Schritt in die richtige Richtung getan.
    Nutzen wir doch einfach die aufkommenden physischen Gefühle, Emotionen und vermeintlichen Energien für bessere Zwecke………
    Mögen wir unsere Liebe erhöhen können und zum Bestandteil unseres jetzigen Lebens machen. Amen