Böse und Gute sind gleichwertig

  • Wenn ich sage, dass Böse und Gute sind gleichwertig, dann mein Geist akzeptiert es sofort. "Böse ist gut und Böse ist schlecht" kann man auch erklären, aber die Spirituellen Anfänger können bei dieser Fragestellung Orientierung verlieren.
    Dass Böse und das Gute sind ebenbürtig - kling einleuchtend und gut verständlich.

  • Niemand ist Böse, denn beide stammen aus der gleichen Quelle, die niemals böse war und niemals böse ist. Nur wurde das, was ursprünglich eins war, voneinander getrennt, jedenfalls nehmen wir das hierauf der Erde so wahr.
    Dabei hat jeder Mensch sowohl eine männliche, als auch eine weibliche Seite. Besonders gut lässt sich das an unserem Gehirn erkennen und erklären. Die linke Gehirnhälfte ist verbunden mit Logik, Ratio und analytischem Denken und steht für die männliche Kraft, während die rechte Gehirnhälfte die Kreativität, Intuition und die Gefühle steuert und somit der weiblichen Energie zugeordnet werden kann. Beide Seiten haben also ihre Aufgabe und ihren Zweck, keine ist besser oder schlechter als die andere. Und wieder zusammengebracht, bilden sie eine kraftvolle Einheit. Das kann man beispielsweise daran erkennen, wenn beide Seiten synchron zusammenarbeiten, denn dann ist der Mensch in der Lage Herausragendes zu schaffen. (Denken wir an das Beispiel von Edward Leedskalnin).

  • Ganze physische Schöpfung ist weiblich oder ist sie als Braut, die vom Bräutigam, erlösender Kraft, erlöst werden muss. Gut und Böse existieren da in Testzone, im physischen Programm.
    Im 2. Korinther 6:15 "Welche Harmonie besteht ferner zwischen Christus und Belial?"
    In unserem Fall sind sie Gute und Böse. Oder was anderes?

  • Wir als Menschen sind gegenüber Christus dem Bräutigam, die Braut. Für uns ist Christus das aufgestiegene, höhere männliche Prinzip. Dem gegenüber steht Belial als das gefallene männliche Prinzip. Er steht auf alle Fälle höher als wir selbst. Christus und Belial stehen über uns. Das ist ihre Gemeinsamkeit. Unsere Aufgabe ist es das richtige männliche Prinzip, Christus, zu finden. Harmonie ist in diesem Zusammenhang ein musikalische Beschreibung. Der Name von Christus hilft uns den Vater zu finden. Dieser macht es uns möglich unsere persönliche Trennung in weiblich und männlich aufzuheben. Diese Trennung können wir an unserem Gehirn ablesen. Die Klänge, die uns helfen das zusammen zu bringen, ist der Name des Vaters.

  • In Psalm 51 heißt es im 4. Vers: " Und was Böse ist in deinen Augen habe ich getan ". Dieser Vers der Bibel weißt meiner Meinung nach noch einmal darauf hin, das Gut und Böse auf verschiedenen Ebenen in Beziehung stehen. Der Vers des Psalms weist auf die Beziehung zwischen uns Menschen und Gott hin. Das ist ein ganz anderer Blickwinkel als unser duales Erleben in dieser Welt. Unter dem Blickwinkel zu Gott sind unsere dualen Erlebnisse von Gut und Böse gleichwertig. Wir können nicht unbedingt davon ausgehen, das was wir für uns als Gut oder Böse erscheint Gott genauso betrachtet.

  • Ich habe lange über dieses Thema nachgedacht. Es ist ja wirklich überall vertreten. Im Beruf, im Familienleben, in Gedanken. Wie kann man wirklich verstehen dass das Böse sowohl gut als auch nicht gut ist ? Ich sage ehrlich ich habe es nicht ganz verstanden, da es wirklich von der Situation abhängig ist. Manchmal verstehen wir das Böse als Böse.... weil wir es immer persönlich auf jemanden beziehen, dem das Böse wiederfahren ist. Ich verstehe das so, dass das Böse auch als ein Schlüssel zum Guten dient, es fordert uns auf, das Gute zu suchen und immer wieder die richtigen Entscheidungen zu treffen. Vielleicht ist deswegen das Böse und Gute gleichwertig. Es liegt an uns. Wir müssen lernen dem Bösen nicht wiederstehen, sondern den Sinn der Geschehnisse verstehen.


    Meine Oma wollte der ganzen Familie Gott näher bringen. Als sie starb, saßen wir in der Capelle und hörten dem Pfarrer zu. Er erzählte aus ihrem Leben, wie sie für die Familie gebetet hatte. Und schrie dann 3 mal laut: "Wer wird jetzt für die Familie beten" - den sie ist fort. Das hat mich geschockt. Ich schrie in meinem Herzen: Ich werde es jetzt tun....Meine Mutter hat das gleiche gemacht. So suchten wir abjetzt Gott und beteten. So sprechen wir immer noch oft dadrüber: Warum haben wir das nicht früher gemacht, warum musste erstmal jemand sterben um uns den Weg ins Leben zu zeigen. Das scheinbar Böse hatte uns verwandelt.

  • Wir können also in jedem "Schlechtem" auch etwas Gutes finden, sowie in jedem "Guten" auch etwas schlechtes. Alles hat eben mindestens zwei Seiten. Das entspricht auch der chinesischen Philosophie des Yin und Yang, wobei diese Begriffe auch im Zusammenhang mit Polaritäten wie Nord- und Süd, plus und minus oder männlich und weiblich in Verbindung gebracht werden.

    Das Verhältnis von Yin und Yan ist dabei keine starre Betrachtung im Sinne von Gut und Böse. Es beschreibt eher eine rhythmische Wechselwirkung zweier miteinander rivalisierender Kräfte einer Gruppe, wobei immer mal die eine und dann wieder die andere Seite stärker in den Vordergrund tritt.