Brot und Wein

Brot und Wein, das Opfer des Melchizedek



Im 1. Buch Moses 14/18 wird berichtet, das Melchizedek Abram Brot und Wein bringt, nachdem er seinen Bruder Lot befreit hatte. Was möchte dieses Bild der Bibel ausdrücken, wofür steht dieses Piktogramm. Um auf die Ideen und Gedanken zu kommen, die zum Verstehen dieses Bildes führen können, gilt es erst einmal einzutauchen in Gedanken zu -was ist Brot, was ist Wein? Beides sind Endprodukte. Das deutet auf ein Zeitprogramm hin.


Um Brot und Wein herzustellen, sind verschiede Schritte notwendig. Für Brot muss Getreide ausgesät, für Wein eine Rebe gepflanzt werden. Es folgt ein Wachstums- sowie Reifungsprozess, an dessen Ende die Ernte steht. Bei diesem Prozess sorgte Wasser und das Licht der Sonne für Nahrung. Säen, Wachsen, Ernten, ein trinitisiertes Zeitprogramm, unterstützt von Wasser und Wärme aus Sonnenlicht. Eine Verwandlung vom Korn, das stirbt, hin zu einem Vielfachen an neuen Körnern. Beim Wein verhält es sich ebenso; vom Kern, über die Rebe hin zur Traube. Am Ende steht ein Vielfaches vom Anfang.


Brot und Wein stehen für das Zeit-Programm Säen, Wachsen und Ernten.

Um daraus Brot und Wein zu machen beginnt eine neue Verwandlung. Körner werden gemahlen, Trauben gepresst. Mit Wasser aufbereitet wird aus Mehl ein Teig, der mit Feuer gebacken wird. Die Trauben durchlaufen einen Gärungsprozess, an dessen Ende ein chemische Veränderung von Traubensaft in Wein steht. Verwandlung durch Feuer und chemische Elemente. Zeit spielt auch hierbei eine wichtige Rolle.


Brot und Wein stehen für Feuer und chemische Elemente.


Brot und Wein haben bis jetzt zwei Alpha-Omega- Programme durchlaufen. Das Erste ist mit der Erde verbunden, das Zweite mit dem Geist des Menschen. Säen, Wachsen,Ernten ist schon grundsätzlich auf der Erde angelegt. Nach diesem Programm hat sich die Natur unseres Planeten entwickelt. Beim Zweiten hat sich der Mensch die Elemente der Erde , wie Feuer und Gärung als chemischen Prozess mit seinem geistigen Aufarbeitung nutzbar gemacht.


Brot und Wein stehen für Erde und Geist.


Beide Prozesse dienen der Arterhaltung und Nahrung. Sie sind von Verwandlung, bei dem etwas stirbt, gekennzeichnet. Wenn man sich das so betrachtet, eigentlich nichts Besonderes. Die ganze Evolution auf der Erde geht diesen Weg. Es wird immer so sein auf diesem Planeten. Für das Geist-Wesen Mensch ein frustrierender Vorgang. Er leidet an dieser Tatsache. Warum bringt Melchizedek dann diese Gaben? Warum opfert er zum Beispiel nicht ein Tier? Sterben ist doch unausweichlich.


Um auf diese Frage Antworten zu finden ist die Vorgeschichte zu dieser Handlung vielleicht hilfreich. Abram hat seinen Bruder Lot und seine Familie befreit. Sie waren durch die Wirren der Welt und seinen Machtspielen entführt, einer ungewissen Zukunft ausgeliefert. Abram bricht auf mit seiner Hausmacht. 318 Menschen sind es. Und er teilt diese Macht noch auf. Im ersten Moment erscheint das wie eine Schwächung der Kraft und Stärke, aber sie führt zum Erfolg. Indem er teilt, gewinnt er seinen Bruder wieder. Nach dieser Art des Erfolges kommt Melchizedek und bringt Brot und Wein.


Brot und Wein stehen für teilen und vereinigen.


Es ist offenbar ein Mysterium. Wenn man teilt gewinnt man etwas hinzu.


Es ist ein Opfer aus zwei „Teilen“. Was ist das Wesen dieser zwei Teile? Brot und Wein verbinden sich mit Abram und Lot. Aus Brot und Wein werden Seelen. Wer ist Abram, wer ist Lot?