Heilung gesellschaftlicher und politischer Denkstrukturen und Bürgerräte als neue Form demokratischer Bürgerbeteiligung, Teil 4

  • Paradoxien zwischen politischer Wahrnehmung und politischer Realität

    Als ich anfing über Bürgerräte zu schreiben, war ich der festen Überzeugung, dass sich politische Parteien in Zukunft nicht halten werden können, obwohl sie historisch wertvoll für den demokratischen Prozess waren bzw. sind. Angesichts der Probleme in der Welt und um Lobbyismus entgegenzuwirken und parteiinternen Strukturen, die nur darauf aus sind die nächste Wahl zu gewinnen, erscheint mir das Arbeiten nach Interessensgruppen und Themenschwerpunkten, die klar das Wohl der Erde und Menschheit im Blick behalten, weitaus sinnvoller.

    Seit der letzten Bundestagswahl und den letzten Landtagswahlen zerbröckeln die Mythen um Parteien: Es gibt keine klassische liberale Partei in Deutschland, die FDP hat ihre Identität verloren zugunsten einer neoliberalen Politik. Die CDU lebte vom Mythos der Mitte, der aber immer weiter nach rechts driftet. Die SPD war die Partei der Arbeiter, doch diesen Status hat sie verloren. Die Grünen wurden abgestraft als „Verbotspartei“. Es bleiben die neue Linke und die AFD zu erwähnen und in beide Richtungen strömen junge Wähler.

    Jetzt kommt die Wahrnehmung an einem auffälligem Beispiel ins Blickfeld: Die AfD wird, wie zuvor die SPD, von vielen als „Partei der kleinen Leute“ wahrgenommen. Mit ihrer tatsächlichen Politik stimmt das jedoch nicht überein. Sie bewirbt ein wirtschafts- und sozialpolitisches Programm, das die unteren Einkommensschichten massiv belastet, die Mittelschicht schwächt und die Wohlhabenden privilegiert. Warum hat sie einen so hohen Zulauf, fragen sich immer mehr Bundesbürger? Die Antwort von Analysten lautet: weil sie die Gefühle der Menschen ansprechen, vernachlässigt oder missachtet zu werden von „denen da oben“. Die Algorithmen der Social Media Auftritte helfen bei der rasanten Übertragung dieser Gefühle. Mit eine sachlichen Auseinandersetzung oder politischen Vernunft hat das nicht mehr viel zu tun, könnte man meinen. Viele „einfache“ Bürger vertrauen PolitikerInnen, die im Kern weniger für sie tun als andere. Es ist ein gesellschaftliches Paradoxon, das auch in den USA sehr deutlich zum Vorschein gekommen ist.

    Das, was die Politik wieder in Verantwortung ziehen könnte, ist die deliberative Bürgerbeteiligung. Die neue Bundesregierung lehnte den Einsatz eines ständigen Bürgerrates auf Bundesebene ab. Amtierende PolitikerInnen haben wohl die Befürchtung, dass deliberative Demokratie, wie sie durch die Arbeit der Bürgerräte ins Leben gerufen wurde, die parlamentarische Arbeit ersetzen möchte.

    Was unterm Strich auffällt: dass es immer mit den finanziellen Aspekten zu tun hat. Gekürzt wird da, wo es eigentlich sinnvoll wäre. Aber an die Besteuerung der Superreichen, was zunehmend hörbar wird, oder an die wirklichen Steuergeldsünder traut sich niemand heran. Kommt eine neue Regierung, wird manches einfach wieder zurückgedreht: Bürgerräte, Bürgergeld, Klimaschutz usw. Für viel Geld wird wieder an scheinbar neuen Projekten gearbeitet, die im Grunde keine echten Innovationen sind.

    Nach ein wenig Frustration, dass Politiker Bürgerräte eigentlich nicht wirklich beachten wollen, weil sie zu sehr eingebunden sind in ihrem Politikeralltag, ist mir klargeworden, dass das System der Bürgerräte sich längst so etabliert hat, dass es nicht mehr aufzuhalten ist. Vielleicht müssen Systeme gefunden werden, die einfacher umzusetzen sind, wie zum Beispiel die im vorherigen Beitrag angesprochene Zusammenarbeit in Gremien. Es gibt immer wieder neue Projekte und Forschungsarbeiten.

    Gewiss scheint unterm Strich auch, dass Bürgerräte und autokratische Politik nicht gut zusammenpassen. In gewisser Hinsicht spiegelt sich dieses Muster auch in der Arbeit der EU und der UNO wider. In dieser Arbeit zeichnen sich viele Spannungsfelder ab. Ebenso wie ein neuer Zeitzyklus begonnen hat, mögen viele, an Politik interessierte Bürger keine einengenden, harten politischen Strukturen mehr.

    Die neue Zeit bedeutet, falsche politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche und spirituelle Systeme zu erkennen. Wich bitten mit Joshuah, Moshe Eliachu, Ba Bak Benu x3, Pch Zaim x3, Zion Zion Zion Zisch um Reinigung und Klärung: welche Rolle politische Parteien spielen und wie wichtig Bürgerräte für die Zukunft des Planeten sind. Festzustellen wäre, wie manipulativ Medien sind und ob sie überhaupt noch kontrolliert werden können. Wie gerecht kann die soziale Verteilung der Gelder sein? Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse können helfen? Und welche Rolle trägt die Spiritualität in Bezug auf die wichtigen Fragen von Wahrnehmung und Realität? Gefühle und Vernunft?

    Göttlicher Vater Abba JHWH Ain Soph Or, es gibt so viele Fragen und wir beten, um Klarheit und Orientierung zu finden. Im Monat Melchizedek, der für die Bewusstseinsentwicklung und das Seelenwachstum zuständig ist, bitten wir besonders um Belehrungen. Wich danken im Namen von Melchizedek Jehovah Jahwe, Sheth-Melchizedek, Sheth-Samek, Nun-Enoch. Amen Amen Amen 555 Amin. Am Shabbath-Tag mögen wir besinnlich darüber nachdenken. Shalom

    Einmal editiert, zuletzt von Angeni (1. April 2026 um 21:38)